Willkommen im hamburger Dojo für okinawanisches Shorin Ryu Karate und Yamanni Chinen Ryu Kobudo!


Karate in Hamburg lernen?
Bei uns habt ihr die seltene Gelegenheit, die unbewaffnete und die bewaffneten Kampfmethoden Okinawas als zwei traditionell zusammen gehörende Teile eines Ganzen zu lernen oder euch nur für einen Teilaspekt zu entscheiden. Als Einheit trainiert, bilden Karate und Kobujutsu einen faszinierenden und ganzheitlichen Weg der Kampfkunst, welcher dem ursprünglich synergetischen Konstrukt der beiden Künste entspricht. Wer nur Karate trainieren möchte, ist gleichermaßen willkommen.

Ziel der Kampfkunst ist es, sich und andere Menschen im Notfall schützen zu können. Bis ins hohe Alter kann man mit Freude an der kämpferischen Bewegung trainieren und körperlich wie mental flexibel, gesund und achtsam bleiben. Karate wirkt also auch schützend gegen die nicht körperlichen Angriffe und die Belastungen des modernen Lebens. Diese hoch entwickelte Form der Bewegungskunst ist integraler Bestandteil einer Kultur, deren Bevölkerung zu einer der Langlebigsten überhaupt zählt. Die Okinawaner haben Elemente der Kampfkunst sogar in ihre traditionellen Volkstänze eingeflochten. Eine äusserst raffinierte Idee, die ich im Kapitel über die Geschichte des Karate beschreibe. 

Dojogründer Oliver

Das Training geht auf positive Weise auch in das alltägliche Körpergefühl über. Dabei spielt das Alter keine entscheidende Rolle. Vielen kommen Bilder laut schreiender und vor kraftstrotzender Anspannung zitternde Athleten in den Kopf, wenn sie an Karate denken. Dabei handelt es sich jedoch um einen modernen Abkömmling des alten Karate. Das alte Karate ist eine Kampfkunst, weit entfernt von Wettkampf und Show. Letztere suchen das Auge von Zuschauern zu beeindrucken oder müssen fair sein und von Kampfrichtern bewertet werden können. Die hochentwickelte okinawanische Kampfkunst gibt ein grundlegend anderes äusseres Bild des Karate ab, als den Meisten, selbst als vielen Karatepraktizierenden bekannt ist. Viele sind sich überhaupt nicht bewusst, dass sie  ein wettkampforientiertes Karate trainieren. Sie trainieren, ohne Technik, Kata und Prinzipien allzu sehr zu hinterfragen und ohne an Wettkämpfen teil zu nehmen. Ist das moderne, wettkampforientierte Karate durchaus eine eigenständige Kunst, so dient sie realistisch betrachtet eher jüngeren Menschen.

Bewusst entscheiden. Auf dieser Webseite findet ihr eine Fülle von Informationen über uns, jedoch auch über die verschiedenen Formen des Karate, die sich im 20. Jh. entwickelten. Sich eine Orientierung zu verschaffen ist wichtig. Ansonsten findet man sich aufgrund des großen Angebots an wettkampfbeeinflussten Stilen idR. in einem solchen wieder, obwohl man gar nicht am Wettkampf interessiert ist. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Unklarheit bei den Trainierenden, auch die Trainer und Lehrer sind sich dessen manchmal nicht bewusst. Lernen wir wettkampfbeeinflusst nur 2-3 Körperregionen (Kopf, Bauchmuskulatur) anzugreifen, dann nutzen wir 95% der Möglichkeiten, die uns die Kata anbieten überhaupt nicht aus. Zudem ist die Bauchmuskulatur keine Schwachstelle. 

Oftmals wird die alte Kunst als „Vorläufer“ des modernen Karate bezeichnet. Solche Bezeichnungen bezeugen nur eines der vielen Missverständnisse, die sich im modernen Karate verbreitet haben. Denn das alte Karate existiert immer noch und wurde nicht abgelöst. Auch die alte Verbindung zum Kobudo besteht nach wie vor.

Kampfsport und Kampfkunst sind zwei verschiedene paar Schuhe, haben sie doch gegenteilige Ausgangspunkte. Im Wettkampf gibt es Regeln, glatten Hallenboden, Gewichts- und Altersklassen. Man muss äußerlich sichtbare Kraft, heroisch anmutende Haltungen, sowie faire Techniken zu beschränkten Trefferzonen zeigen. Kampfrichter müssen das Geschehen bewerten können oder im Falle von Show-Vorführungen soll sich das Auge des Zuschauers erfreuen. Konträr dazu ist die reale Konfrontation zu sehen, die bei der ursprünglichen Entwicklung des Karate im Mittelpunkt stand. Keine Regeln, kein Verzicht auf Waffen, keine festgelegten Gewichts- oder Altersklassen, jede noch so kleine Bewegung oder auch „nicht-Bewegung“ ist wichtig. Nahezu alle Techniken zielen zu empfindlichen Körperregionen und wären im Wettkampf verboten. Es gilt die eigenen Aktionen, die Kraftentwicklung und Dynamik zu verbergen. Sie soll innerlich stattfinden (man sagt, sich innerhalb des Karateanzugs bewegen), der Technik dennoch überraschende Effektivität verleihen. In der Bewegung muß man die eigenen Schwachstellen schützen, wenig Blöße bieten, egal ob man sich defensiv oder offensiv bewegt. Mit einer ernsten Bedrohung konfrontiert, sollte reine defensive Bewegung vermieden werden (abgesehen von der Möglichkeit des Weglaufens), da sie nur Nachteile und Gefahren in sich birgt.

Auf Okinawa bildeten sich vor 1900 im Grunde nur zwei Richtungen des Karate aus und wurden bis ins feinste Detail entwickelt. Das Shorei Ryu (Goju Ryu) und das Shorin Ryu. Shorei Ryu setzt vielfältig geformte Gewichte ein, um den Körper optimal auf die Technikvielfalt vorzubereiten. Diese Gewichte sind teilweise so geformt, dass sie sogar Größe und Gewicht eines menschlichen Körpers simulieren. Das Shorin Ryu benutzt das Training der Kobudowaffen zum einen für deren Kampfgebrauch, zum anderen aus dem gleichen Grunde, dem beim Shorei Ryu die Gewichte dienen. Für die Shorin Stile und folgerichtig auch für die Stile, welche dem Shorin Ryu in der Moderne entsprangen, ist dieser in Vergessenheit geratene Aspekt von größter Bedeutung. Er liefert Grundlagen für das Verständnis und die Ausführung der Karatetechniken und ihrer -bewegungsstrategie. Unser Weg ist hierdurch gekennzeichnet. Aus dem Shorin Ryu entsprang auch das Shotokan Karate, welches mittlerweile in diverse eigene Interpretationen aufgeteilt ist, durch die japanischen Meister, die aus der Mitte des 20. Jhdt stammen. Den größten Anteil macht die Interpretation als Wettkampf- oder Sportkarateform aus. Aufgrund der großflächigen Verbreitung der Shotokan Linien, beginnt nahezu jeder Karateka seinen Weg hier.

Im 20. jhdt entwickelten sich Sprösslinge aus dem ursprünglichen Karate und verbreiteten sich erfolgreich um die ganze Welt. Diese Sprösslinge unterlagen früh einer weiteren Umwandlung in ein wettkampftaugliches, modernes Sportkarate. Letzteres ist das am weitesten verbreitete, aber auch grundlegend veränderte Karate.

Alte Schreibweise „Kara Te“

Das Kobudo wurde leider auf dem Weg der Kampfkunst nach Japan eher in den Schatten gestellt oder gänzlich abgekapselt. So ist heute kaum mehr bekannt, dass Karate und Kobudo einst als zwei zusammenspielende Teile eines Ganzen entwickelt wurden. Beides ist tief ineinandergreifend verbunden. Häufig wird „Kara“ mit „leer“ im Sinne von nichts in der Hand zu haben übersetzt. Diese Übersetzung verfehlt das Wesen dieses Zeichens jedoch. Mehr dazu und zu den Prinzipien und Strategien des „alten“ Karate und manchem weiteren Missverständnis erfahrt ihr „hier“.

Karate ist überaus vielseitig. Der Wettkampfeinfluss auf das moderne Karate hat die Art und Vielfalt der einsetzbaren Techniken des alten Karate stark degradiert.

Karate soll die Aufmerksamkeit für potentielle Gefahrensituationen schärfen und in jeder Situation anwendbar sein. In der Bewegung soll es größt möglichen Selbstschutz bieten. Als Kampfkunst umfasst es nicht nur Block-, Stoß-, Schlag- und Tritttechniken für alle Distanzen, sondern auch Wurf-/ Hebel und andere Manipulations- und Befreiungstechniken. Die innere Dynamik setzt neben den grossen auch kleinste Gelenke gezielt. Wenn sich alle Gelenke einig sind und einheitliche Kraftvektoren benutzen, dann werden auch klein oder kurz ausgeführte Bewegungen sehr effektiv. Dieses Training bedarf eines intensiven Feintunings aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Wohl dosierte Abhärtungsübungen und die kontrollierte Anwendung der Techniken (Bunkai) in Partnerübungen (Kumite) und an Schlagpolstern gehören ebenso zum Training, wie die gezielte Entwicklung der Beweglichkeit der Gelenke, der Koordinationsfähigkeit und der Muskulatur.

Gleichzeitige Techniken an verschiedenen Körperstellen

Karateprinzipien richtig in die Körperhaltung integriert, wirken bereits automatisch gegen bestimmte Hebel-/ Wurf- oder Greifversuche des Gegners. Stimmt die Ausrichtung des Körpers im Stand wie in der Bewegung, dann wird man automatisch schwer zu manipulieren sein. Da diese Prinzipien nicht auf reiner Muskelkraft basieren, sind sie auch für Frauen sehr gut geeignet. Genutzt wird beispielsweise für nahezu jede Technik die stets wirkende Schwerkraft.

Der Einsatz von Techniken der Kampfkunst sollte jederzeit (laufend, stehend, sitzend, liegend) und auf jedem Untergrund möglich sein und nicht bestimmte Stände oder einen besonders muskulären oder aufgewärmten Körper voraussetzen. So dürfen wir nicht nur barfuß in Turnhallen trainieren, sondern sollten auch beschuht im Freien trainieren. Mehr zu den Prinzipien, an denen sich unser Training, unsere Kata und unser Kihon und Kumite orientieren, findet ihr hier: Prinzipien des alten Karate.

Kobudo/ Kobujutsu ist das weit weniger bekannte Pendant zum Karate und bedeutet übersetzt   »alter Weg der Waffen«. Die Hauptwaffe und damit das wichtigste Trainingsgerät ist der Langstock (Bo – ca 183cm). Im Idealfall beginnt man das Karate- und das Kobudotraining zum selben Zeitpunkt, da sich beides miteinander ergänzt. Wenn eine gewisse Sicherheit im Umgang mit dem Bo erreicht wurde, widmet man sich zusätzlich dem Training mit den Eisengabeln (Sai). Diese beiden Waffenarten genügen, um zusammen mit dem Karatetraining einen symbiotischen Effekt zu erzielen. Körperbeweglichkeit, Flexibilität und Muskelkraft werden optimal fördert. Im Kapitel über das Kobudo gibt es mehr Informationen.
Das Training der Kobudowaffen hilft, ein fundiertes Verständnis und einen flexiblen und kräftigen Körper auch für die Karatetechniken zu entwickeln. Das Training von Bo und Sai stärkt Muskeln und Gelenke, fördert die Flexibilität und optimiert gleichzeitig das Vermögen, die Karatetechniken und deren vielfältige Anwendungen einsetzen zu können. Das Training der Waffen ist also ein perfekt angepasstes Gerätetraining für das Karate. 
Die „alte“ und flexible (im Gegensatz zur modernen, fest geballten) Faust, mit der die Waffen gehalten werden, ist beispielsweise auch die Faust, welche wir für verschiedenste Karatetechniken verwenden. Wir machen die Faust nicht klein, sondern die Idee ist eine von innen nach aussen aufblähende Kraft in der Faust. Fast als würde man Platz für eine Waffe in der Faustmitte lassen. Der gefühlte Effekt beim Getroffenen ist ein anderer als der beim Getroffen werden mit einer zusammen geballten Faust, da Knöchel und Handgelenk eindringender eingesetzt werden können. Diese Faust lässt sich selbt auf kürzeste Distanzen oder bereits berührend überraschend eindringend einsetzen.

Karate und Kobudo
trainieren und teilen sich die gleichen motorischen Prinzipien. Aus diesem Grunde kommen auch in den waffenlosen Karateformen (Kata) und selbst in den grundlegensten Karateprinzipien Technikeigenschaften des Kobudo vor. Die dem Karate eigentümliche Art des Zurückziehens eines Arms während des Vorgehens des anderen Arms (das Hiki-Te) ist das wesentlichste Prinzip bei der fortgeschrittenen Version des Schlagens mit dem Bo. Erst wenn man am Bo zieht anstatt ihn zu drücken, beschleunigt er mit peitschenartiger Wucht. Der im Karate verbreitete Satz „Denke nicht an den vorstoßenden Arm, sondern an den zurückziehenden Arm“ rührt daher. Viele Bo Techniken können auch als unbewaffnete Karatetechnik als Stoß, Schlag, Block, Hebel, Antihebel oder Wurf eingesetzt werden, wobei der Bo durch den Gegner bzw. dessen Arme ersetzt wird. Das Bewegungsmuster bleibt gleich. So stärkt man sich beim Ausführen von 100 Botechniken gleichzeitig auch 100 mal für Stöße, Würfe oder Hebel im Karate. Die Idee in der Ruhe vor jeder Bo Bewegung ist, den Bo durch die plötzliche Beschleunigung der folgenden Technik zu zerbrechen. Ähnlich rapide lassen sich die Techniken dann auch einsetzen, wenn man statt eines Bo einen Arm oder den Körper des Gegners gegriffen hat. Eine raffinierte Symbiose wurde geschaffen, die aber leider nur in wenigen Karatestilen fortgeführt wurde.

Auf dieser Webseite und im Unterricht teile ich Erfahrungen und Erkenntnisse aus intensiver theoretischer und praktischer Auseinandersetzung mit der traditionellen Kampfkunst Okinawas. Der theoretischen Erforschung aber vor allem der praktischen Weitergabe des alten Karate haben wir uns verschrieben. Im Unterricht geben meine Co-Instruktoren und ich diese Erfahrungen im Rahmen des Shorin Ryu Karate und Yamanni Ryu Kobudo weiter. Mehr zu uns und den Trainingsmöglichkeiten in Norddeutschland, findet ihr diesem Link folgend.

Über Deutschland verteilt unterrichten mehrere Dojos nach Shihan Oshiros fundierter Lehre. Ich freue mich darüber, im Norden Deutschlands bereits mehrere Karatelehrer verschiedener Richtungen von diesem Wege überzeugt zu haben. Diese trainieren bei mir und/ oder haben bereits eigene Dojos und Trainingsgruppen eröffnet.

Tradition als Ansatz.
Der Begriff „traditionell“ oder „alt“ ist ziemlich abgewetzt und natürlich können auch vergleichsweise junge Richtungen, welche vor 40-60 Jahren entstanden, mit Fug und Recht diese Begriffe benutzen. Was ist originär, alt oder traditionell? Funakoshi Gichin sagte: „Alt oder Neu, das ist nur eine Frage der Zeit“ und „Das Alte zu erforschen, heißt das Neue zu verstehen.“ Je mehr Informationen zum „Alten“ ich sammelte, umso mehr Missverständnisse und Lücken des „Modernen“ wurden offensichtlich.
Unser Weg des traditionellen Karate und Kobujutsu geht auf Tode Sakugawa und Sokon Matsumura zurück, welche um 1800 dem Karate der Shorin-Linie die Struktur verliehen. Wir gelangen in sehr direkter Traditionslinie hin bis zu diesen Wurzeln. Shihan Oshiro lernte Sakugawas Kobudo-Stil in Tradition einer Familienweitergabe zu einer Zeit als selbst gut informierte Buchautoren das Wort „ausgestorben“ für diese Linie gebrauchten. Ausgestorben ist es nie, es wurde lediglich nicht öffentlich und nur privat unterrichtet. Technik und Prinzip wanderten nicht durch viele zwangsweise verändernde Hände und wurden nie einem Gruppenunterricht entsprechend systemstisiert oder vereinfacht.

Shihan Oshiro ermöglicht Interessierten den Zugang zu dieser Lehre. Da Sakugawa auch dem Karate der Shorin-Ryu Linie die Gestalt gab und Karate sowie Kobudo ursprünglich eine Einheit bilden, konnte Shihan Oshiro einzigartige Rückschlüsse auf die originäre Motorik des Karate ziehen. Er baute dabei auf der Lehre seiner okinawanischen Karatemeister (u.a. Nagamine, Shima…) auf. Darüber findet ihr hier detailiertere Informationen. Um diesen heute kaum mehr unterrichteten Weg von ihm lernen zu können, reisen wir selbst bis nach Okinawa (Bericht 2017).  Wir erhalten den Trainingskontakt ständig aufrecht, indem Shihan Oshiro (9. Dan) oft nach Deutschland eingeladen und für privates Training in Okinawa besucht wird. Es finden in Deutschland sowohl öffentliche Lehrgänge als auch privates Training statt. Mittlerweile gibt es bereits drei Gruppen im Norden Deutschlands (Hamburg, Stade, Lüneburg), deren Lehrer/ -innen ihren Weg einst bei uns in Hamburg begannen. Weitere Dojos sind über ganz Deutschland (rbkd-germany.de) verteilt. Über diesen gemeinsamen Verbund ist es möglich, einen Meister wie Shihan Oshiro mehrmals im Jahr einzuladen und es gelang, die notwendige Bindung und das Vertrauen aufzubauen, welche für die Weitergabe notwendig sind. Interviews mit Shihan Oshiro sind hier zu finden.


Kampfkunst und Gesundheit
. Kampfkunst vereint die Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheit, Alltagsausgleich und Spaß an der kämpferischen Bewegung. Dies geschieht am besten innerhalb einer sympathischen Gruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig fördern und fordern. Angesichts der Ansprüche des modernen Alltags ist die Aneignung effektiver Kampftechniken, sowie die Ausbildung eines beweglichen, kräftigen und gesunden Körpers von unschätzbaren Wert. Dazu gehören auf die Kampfkunst vorbereitende Aufwärmübungen, die sich teils in erstaunlicher Weise von herkömmlicher Gymnastik unterscheiden. Sie helfen uns dabei, das Zusammenspiel aller Muskelgruppen zu optimieren und festgefahrene Bewegungsmuster zu erkennen und gegebenenfalls neu auszurichten. So können wir unsere innere Körperarbeit und Motorik optimieren, was zu effektiven Techniken führt, welche die Kampfkünste ausmachen. Die Kampfkunst ist ein Weg, Körper und Geist auch im modernen Leben ausgeglichen, fit und gesammelt zu halten.  Übungen aus Yoga und Qi Gong setzen wir ebenfalls ein. Nach einem hektischen Tag kann man so wieder runter kommen und beruflich bedingte, mangelnde körperliche Tätigkeit ausgleichen. Kampfkunsttraining ist ausserdem bekannt dafür, einen konzentrierten und ausgeglichenen mentalen Zustand zu entwickeln.
Im Alltag sind wir vielen Gelegenheiten ausgesetzt, die uns nachhaltig gedanklich belasten können. Aus der Aggressionsforschung weiß man, dass zur effektiven Ablenkung und Neutralisierung negativer Nachwirkungen von Ereignissen solche Sportarten am besten geeignet sind, die gleichzeitig körperlich und geistig fordern.