imageAugust 2016 – Hamburg:
»Wer das Neue verstehen will, muss das Alte erforschen« Funakoshi Gichin (1868-1957). Die Lehrgangsreihe „Die »alten« Kata des Karate“ (Pinan Kata) startet am 20. August 2016 mit der Pinan Nidan (entspricht Heian Shodan)
– Mehr Infos rechts im News-Bereich

 
5c8f462b3b20Juli-August 2016 – Hamburg:
Seid beim 10 jährigen Jubiläum des Karate-Sommerseminars dabei.
Demnächst mehr Infos rechts im News Bereich und hier. Einen Bericht über das letzte Sommerseminar gibt es hier. Während der Sommerferienzeit habt ihr wieder die Möglichkeit, Samstags bei verschiedenen Trainern und Stilrichtungen an Trainingseinheiten teil zu nehmen und verschiedene Stile des Karate und Kobudo kennen zu lernen. Das Training ist kostenlos, ein Spendentopf für einen guten Zweck ist wie immer aufgestellt und freut sich, von euch gefüttert zu werden.

 

 

Willkommen im Oshiro-Dojo Hamburg


Karate und Kobudo

Karate

Bei uns habt ihr die seltene Möglichkeit, traditionelles Karate und Kobudo als sich ergänzende Kampfstile zu lernen und von den vielfältigen, positiven Wirkungen dieser Kampfkünste zu profitieren. Es ist auch möglich, sich nur für Karate oder nur für Kobudo zu entscheiden. Traditionell gehören Karate und Kobudo zusammen, was man z.B. an den Stocktechniken erkennt, die in den Karatekata vorkommen.

Zu unserem Kobudotraining gehört bei den Fortgeschrittenen auch der Umgang mit den Sai (Eisendreizack) und später auch den Tunfa (=Tonfa, hölzerner Kurzstock mit querstehendem Griffstück nach Art Polizeistock).

Karate wird zwar unbewaffnet ausgeführt, ist traditionell jedoch mit dem Kobudo (=»alter Weg der Waffen« Langstock Bo, Sai…) verknüpft. Aus diesem Grunde kommen auch in den waffenlosen Karateformen (Kata) Techniken des Kobudo vor. Im Kobudo steht der Umgang mit land­wirt­schaftlich anmutenden Gegen­ständen, hauptsächlich dem Bo (Langstock ca 185cm) und den Sai im Mittelpunkt. Der Bo war die favorisierte Trainings»waffe« der Meister, die auch dem Karate einst die Form gegeben haben. Der gewandte Umgang mit dem starren Bo erfordert einen flexiblen Körper, ebenso wie das Shorin-Ryu Karate. Die dem Karate zugrunde liegenden Bewegungen sind sehr universell einsetzbar. Insbesondere sind sie auf das Kobudo abgestimmt und ohne wesentliche Änderungen übertragbar. Diese Kombination spiegelt die okinawische Kampfkunst wieder, deren einer Teil (Karate) mittlerweile in der ganzen Welt bekannt ist.

Kobudo -Bo

Kobudo -Bo

Die Abspaltung des Karate vom Kobudo ergab sich erst in der Moderne ab ca 1920. Beide Methoden zusammen geführt ergänzen sich erst zu diesem faszinierenden Weg der Körper- und Kampfkunst, der bis ins hohe Alter gegangen werden kann. Die Karatetechniken selbst umfassen nicht nur verschiedenste Angriffe zu allen Körperregionen, sondern auch Befreiungstechniken, Hebel, Griffe und Würfe sowie Verteidigungstechniken gegen eben solche Angriffe. Auch Techniken zur Anwendung auf nahe bis naheste Distanz sind inbegriffen. Damit ist Karate sehr viel vielseitiger und umfassender als oft praktiziert. Wesentliche Ziele des Karatetrainings sind die Ausbildung einer Körperhaltung und -koordination, welche jederzeit zu effektiven Handlungen befähigt. Mehr dazu hier. Der Einsatz von Techniken der Kampfkunst sollte in jeder Situation (laufend, stehend, sitzend, liegend) und auf jedem Untergrund möglich sein und nicht bestimmte Stände oder einen besonders athletischen oder aufgewärmten Körper voraussetzen.

Durch das Training, welches idR. mit Karate und dem Langstock Bo beginnt, erweitert sich das eigene Potential enorm. Hinter den Techniken und Haltungen verbirgt sich eine ausgeklügelte Bewegungsdynamik. Diese Dynamik findet im Körper statt und spiegelt sich nach aussen wieder.

Kobudo - Sai

Kobudo – Sai

Neben den alten Soloformen, Kata genannt gibt es eine Vielzahl von weiteren Trainingsarten. Wohl dosierte Abhärtungsübungen und die kontrollierte Anwendung der Techniken (Bunkai) in Partnerübungen (Kumite) und an Schlagpolstern gehören ebenso zum Training wie die gezielte Entwicklung von Koordination und Muskulatur. Das Training der Kobudowaffen wirkt wie ein perfekt angepasstes Gerätetraining für die Kordination und  die Entwicklung der notwendigen Muskulatur. Wir lernen unseren Körper besser kennen und Haltung, Muskeln und Knochen gezielt einzusetzen. Die antrainierten Prinzipien gehen auf positive Weise auch in das alltägliche Körpergefühl über.

 

Kampfkunst und Gesundheit

Kampfkunst vereint die Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheit, Alltagsausgleich und Spaß an der kämpferischen Bewegung. Dies geschieht am besten innerhalb einer sympathischen Gruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig fördern.

Gerade angesichts der Ansprüche des modernen Alltags ist die Aneignung und dauerhafte Erhaltung effektiver Kampftechniken, sowie die Ausbildung eines beweglichen, kräftigen und gesunden Körpers von unschätzbarem Wert. Dazu gehören auf die Kampfkunst vorbereitende Aufwärmübungen, die sich teils in erstaunlicher Weise von herkömmlicher Gymnastik unterscheiden. Sie helfen uns dabei, das Zusammenspiel aller Muskelgruppen zu optimieren und festgefahrene Bewegungsmuster zu erkennen und gegebenenfalls neu auszurichten. So können wir unsere innere Körperarbeit und Motorik optimieren, was zu effektiven Techniken führt, welche die Kampfkünste ausmachen.

Lehrgang mit RobertoGanz gleich, ob es nun darum geht, nach einem hektischen Tag wieder runter zu kommen oder um beruflich bedingte, mangelnde körperliche Tätigkeit auszugleichen. Das alte und durchdachte Wissen fernöstlicher Kampfkunst kann zur ganzkörperlichen Gesunderhaltung und der Steigerung des eigenen Potentials hervorragend genutzt werden. Es ist ausserdem bekannt dafür, einen konzentrierten und ausgeglichenen mentalen Zustand zu entwickeln.
Im Alltag sind wir vielen Gelegenheiten ausgesetzt, die uns nachhaltig gedanklich belasten oder ablenken können. Aus der Aggressionsforschung weiß man, dass zur effektiven Ablenkung und Neutralisierung negativer Nachwirkungen von Ereignissen solche Sportarten am besten geeignet sind, die gleichzeitig körperlich und geistig fordern.

Soloformen – Kata

Die Kata des Karate und des Kobudo sind daher ein sehr gut geeignetes Werkzeug, welches den genannten Anforderungen entspricht. Kata können einen in vielerlei Hinsicht wertvollen Beitrag zu unserem Leben leisten, kann man sich doch überall mit ihnen beschäftigen, egal ob drinnen oder draussen, alleine oder in einer Gruppe, mit oder ohne Kobudo-Waffen. Sie beinhalten Technik und Strategie des Karate und können mit einer Art Handbuch verglichen werden. In ihnen wurde das alte Wissen gut verpackt, wenig wurde tatsächlich aufgeschrieben. Oberflächlich unterrichtet kann man jedoch nur wenig aus den Kata ziehen.

Wir trainieren nicht nur in Hallen sondern auch im Freien, um diese positive Erfahrung unseren Schülern von Anfang an nahe zu bringen IMG_2859und sie zu motivieren, diese Praxis in ihr Leben zu integrieren. Denn draussen auf unebenen und unterschiedlichen Bodenarten muss man eine gute Fussarbeit entwickeln, um sich ähnlich fliessend und sicher wie auf Turnhallenboden bewegen zu können.

 

Einfach mitmachen und Faszination Kampfkunst überall ausüben

Kostenloses Probetraining ist jederzeit und ohne Anmeldung möglich. Als Sparte der HTBU in Hamburg-Barmbek können wir das Training zu einem günstigen Mitgliedsbeitrag von ca 15€ monatlich anbieten. Es besteht auch die Möglichkeit, »nur« an den Karate- bzw. Kobudoeinheiten teil zu nehmen, falls euch beides zusammen als zu viel auf einmal erscheint. Ansosnten werden Anfänger zunächst neben dem Karate zusätzlich zunächst nur mit dem Bo beschäftigt. Wenn sie mit dem Bo vetraut werden, geht es an die Sai und noch später auf Wunsch auch an die Tunfa (Tonfa). So wollen wir eine Überforderung vermeiden.

Im Trainingskalender seht ihr die Themen der Trainingstage sowie Lehrgänge und zusätzliche Trainingseinheiten. Letztere finden idR. im Trainingsanzug im Freien statt.

Bei Fragen, sprecht uns an und nutzt das »Kontaktformular«

Mehr zu Kosten, Verein, Verband und Trainern hier: »Verein«

In unserer Gruppe lernen wir voneinander und miteinander.

Optional: Tunfaunterricht

Optional für Fortgeschrittene: Tunfaunterricht

Jeder übt im Rahmen seiner körperlichen Fähigkeiten und seiner verfügbaren Trainingszeit. Jeder ist aufgerufen, dem anderen weiter zu helfen. Konkurrenzkampf gibt es nicht, wir wachsen miteinander und unterstützen uns beim Vorwärtskommen. Durch das regelmäßige Training entwickelt sich bald ein natürliches Gefühl, wie man Körper und Technik effektiv einsetzt. Das Training integriert sich spürbar in den Alltag. Im Kobudo genügt zunächst das Training mit dem Langstock »Bo«.
Später kommen auf Wunsch auch noch Sai und Tunfa (Tonfa, Bild rechts) dazu.