{"id":11,"date":"2017-01-28T23:21:27","date_gmt":"2017-01-28T22:21:27","guid":{"rendered":"http:\/\/karate-nord.de\/wp\/?page_id=11"},"modified":"2023-08-09T12:45:49","modified_gmt":"2023-08-09T10:45:49","slug":"waffen-des-yamanni-ryu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/yamanni-ryu-kobudo\/waffen-des-yamanni-ryu\/","title":{"rendered":"Yamanni Ryu &#8211; Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p><!-- Google tag (gtag.js) --><br \/>\n<script async src=\"https:\/\/www.googletagmanager.com\/gtag\/js?id=G-51VG5QK30Y\"><\/script><br \/>\n<script>\n  window.dataLayer = window.dataLayer || [];\n  function gtag(){dataLayer.push(arguments);}\n  gtag('js', new Date());<\/p>\n<p>  gtag('config', 'G-51VG5QK30Y');\n<\/script><\/p>\n<blockquote>\n<h6>&#8230;One day at a martial arts demonstration there was a bo routine performed similar to what I was practicing. I heard kendo students criticising the bo style, saying that it was too stiff, too ineffective, and I agreed with them. Considering how wide-spread bo is in our culture I figured that there must be some other, deeper style.<br \/>\n(T. Oshiro)<\/h6>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_3250\" aria-describedby=\"caption-attachment-3250\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-06-um-15.30.29.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3250 size-medium\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-06-um-15.30.29-300x192.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-06-um-15.30.29-300x192.png 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-06-um-15.30.29.png 477w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3250\" class=\"wp-caption-text\">Oshiro Toshihiro (9.Dan Shorin Ryu)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Kobudo<\/strong> ist die moderne Bezeichnung f\u00fcr den &#8222;alten Weg der Waffen&#8220; und betont die Verbindung des Kobujutsu (Jutsu:\u00a0 technische Anwendung) mit dem Do (geistiger Weg-Gedanke). Der Weg-Gedanke wurde in Japan auch mit T\u00e4tigkeiten g\u00e4nzlich friedfertigen Charakters, wie beispielsweise dem Teezubereitungsritual (Chado) verbunden. Kobujutsu ist der k\u00e4mpferische Umgang mit h\u00e4uslich bzw. land\u00adwirt\u00adschaftlich anmutenden Gegen\u00adst\u00e4nden. Die Hauptwaffen sind der <strong> Langstock (Bo) <\/strong> und die<strong> Stahlgabeln (Sai)<\/strong>. Das<strong> Yamanni oder Yamane Ryu<\/strong> ist der wohl urspr\u00fcnglichste Stil des okinawanischen Kobudo. Oshiro Toshihiro erlernte diesen Weg zum gro\u00dfen Teil in privater Weitergabe durch Kishaba Chogi Sensei und entschloss sich sp\u00e4ter die Kunst an ernsthaft Interessierte weiter zu geben. Das Yamanni Ryu galt, aufgrund seiner stark eingeschr\u00e4nkten Anzahl Praktizierender, eine Zeit lang bereits als ausgestorben. Selbst Oshiro war sich damals lange Zeit nicht bewusst, dass er eine ganze Weile der einzige private Sch\u00fcler seines Meisters Kishaba Chogi war. Das \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Training Unterschied sich in der Detailtiefe vom privaten Training. Innerhalb der Chinen Familie wurde nicht nur das Yamanni Ryu weiter gegeben, sondern ebenso Shorin Ryu Karate. Ableitungen des Yamanni Ryu verbreiteten sich bereits Anfang des 19.Jhdt als abgewandelte Kobustile bis in alle Welt. Diese besitzen jedoch, aufgrund des Unterrichts in gr\u00f6\u00dferen Gruppen, teils erhebliche Vereinfachungen. Das Yamanni Ryu ist dem Kampf mit einer Klinge am Bo oder auch dem Schwert verwandt und ber\u00fchrt damit auch den Bereich Klingenkunst der <strong>Samurai<\/strong>. Der bekannte Samurai <strong>Takeda Shingen<\/strong> (1521 &#8211; 1573) war beispielsweise auch Meister des Speers. Die variablen technischen Prinzipien der Yamanni Techniken sind anwendbar, egal ob der Bo vorne Stumpf ist, eine Speerspitze hat oder eine Klinge tr\u00e4gt. Der stumpfe Bo stellt lediglich die ung\u00fcnstige Ausgangslage dar, wo die Klinge z.B. im Kampf verloren gegangen ist. Entsprechend der Eigenschaft des Bo (mit oder ohne Klinge oder Speerspitze), sind die Ausf\u00fchrungsarten der Techniken flexibel. Manche Kobustile \u00fcbernahmen lediglich die Art des Schlagens mit dem stumpfen Bo. Die schneidenden Techniken stellen jedoch einen ganz wesentlichen Aspekt des Spektrums dar.<\/p>\n<p><strong>Lehrgang mit Oshiro Shihan, Thema Yamanni Ryu Bo Prinzipien: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iIn5o3fcQW8\">VIDEO<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Die Waffe und ihre Bewegung verbergen &#8211; Kakushi Buki.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Aus vielen Haltungen des Yamanni Ryu kommt das mit der (imagin\u00e4ren) Klinge best\u00fcckte Ende des aus hinter dem K\u00f6rper versteckten Haltungen \u00fcberraschend schnell und weit vor. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/68CCA0A9-A6B4-403D-9EE5-E9F3A8A30C3D.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6314\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/68CCA0A9-A6B4-403D-9EE5-E9F3A8A30C3D-198x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/68CCA0A9-A6B4-403D-9EE5-E9F3A8A30C3D-198x300.jpeg 198w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/68CCA0A9-A6B4-403D-9EE5-E9F3A8A30C3D-40x60.jpeg 40w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/68CCA0A9-A6B4-403D-9EE5-E9F3A8A30C3D.jpeg 418w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a>Die Handhaltung teilt den Bo also nicht stets in drei gleichlange Teile, sondern wandelt sich st\u00e4ndig. Auch hier liegt ein Unterschied zu anderen Kobudoarten, die ihre Reichweite stark einschr\u00e4nken. Selbst ohne ein mit einer Klinge best\u00fccktes Ende zu haben, ist es von Vorteil, wenn man den eigenen K\u00f6rper m\u00f6glichst weit aus dem Kampfgeschehen heraus halten kann und die Waffe vor schickt. Somit kann auch die L\u00e4nge und Beschaffenheit (mit\/ ohne Klinge) des Bo schwerer vom Gegen\u00fcber eingesch\u00e4tzt werden. Das Verbergen der eigenen Waffe(nl\u00e4nge und -beschaffenheit) ist ein ganz wesentlicher Aspekt der Kampfkunst. Das Prinzip der verborgenen und verborgen gezogenen Waffen wird <strong>Kakushi Buki<\/strong> genannt. Entsprechende Techniken und Bewegungsprinzipien durchziehen das Karate wie auch das Yamanni-Ryu. Dies gilt ganz besonders f\u00fcr die Sai, die komplett verborgen getragen werden k\u00f6nnen. Aus dem Verborgenen werden sie dann direkt in die Technik vor gezogen. Diese Sai waren urspr\u00fcnglich nicht so massiv und gross, wie die heute verbreiteten Modelle und konnten \u00e4usserst dynamisch eingesetzt werden. Ein und dieselbe Saitechnik dient, je nach Situation, dem Schlagen, Blocken oder Werfen. Es bleibt die gleiche Bewegung. Dazu gesellen sich Techniken zum Sto\u00dfen mit dem Knauf (Kashira) oder zum Stechen mit der langen oder den kurzen Spitzen und zum Verhebeln der Arme des Gegners. Die Ausholbewegungen der Grundschule verbergen die Waffe hinter dem Arm.<\/p>\n<p>Der als eine der Hauptfiguren in der Entwicklungsgeschichte des Karate bekannte Meister <strong>Sakugawa Kanga<\/strong> nimmt eine der wenigen bekannten Hauptrollen in den Anf\u00e4ngen des okinawischen Kobudo ein. In Anerkennung seines K\u00f6nnens im Tode (China-Hand) wurde er auch <strong>\u00bbTode\u00ab Sakugawa<\/strong> genannt. Es liegt nahe, dass Sakugawa das Tode (Karate) und das Kobudo motorisch aufeinander abgestimmt hat (siehe Beschreibung Hiki Te). Zur Satonushi Schicht z\u00e4hlend, geh\u00f6rte er zur Oberschicht der okinawanischen Bev\u00f6lkerung. Nachdem <strong>Kushanku<\/strong> (Kata Kanku Dai\/ Sho, Kushanku) um 1750 in Ryu Kyu ankam, wurde Sakugawa dessen Sch\u00fcler.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/687D7440-7F2E-4AB3-AFB9-A8ED2ED7F0DA-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5263 alignleft\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/687D7440-7F2E-4AB3-AFB9-A8ED2ED7F0DA-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"205\" \/><\/a>Sakugawa lernte vermutlich bei einem<strong> M\u00f6nch<\/strong> (Takahara), welcher beim Bo Experten Matsu Higa\u00a0 in die Schule ging. Der M\u00f6nch brachte Sakugawa mit Kushanku zusammen, welcher sich im chinesischen Bereich Ryu Kyus Kumemura aufhielt. Sakugawa besuchte China vermutlich mehrmals, um seine F\u00e4higkeiten zu vertiefen. Die chinesische Kampfkunst, welche ihn beeinflusste, stammt aus einem anderen Gebiet und hat unterschiedliche Ans\u00e4tze, als jene, welche die Shorei Linie (Goju Ryu) auf Okinawa formte. Zu seinen Sch\u00fclern geh\u00f6rte auch Chatan Yara. Ein weiterer Sch\u00fcler Sakugawas, <strong>Chinen Kana<\/strong>, begr\u00fcndete die Kobujutsurichtung, welche im Yamanni Ryu gipfelte.<\/p>\n<p><strong>Chogi Kishaba<\/strong> meisterte als Sch\u00fcler des Familienstilerben <strong>Masama Chinen<\/strong> das Yamanni Ryu. Insbesondere die innere K\u00f6rperarbeit und die daraus resultierende \u00e4u\u00dfere Dynamik ist besonders ausget\u00fcftelt. Das Erlernen einer Kampfkunst erfordert etwas Talent, viel Training und schlie\u00dft Unterricht in gr\u00f6\u00dferen Gruppen eigentlich aus. Chinens Gro\u00dfvater <strong>Sanda Chinen<\/strong> verdankt das Yamanni Ryu seinen Namen. Er wurde auch Sanda Yamanni Chinen genannt. Sein Haus lag am Fu\u00dfe eines Berges. Auch hierauf bezieht sich der Ausdruck &#8222;Yamanni&#8220; bzw. &#8222;Yamane&#8220;. Lange Zeit war <strong>Oshiro Shihan<\/strong> der einzige Sch\u00fcler, den Kishaba privat auf seinem eigenen Anwesen unterrichtete. Kishaba bestimmte einen weiteren seiner wenigen Sch\u00fcler, <strong>Kiyoshi Nishime<\/strong>, um zusammen mit Shihan Oshiro das Yamanni Ryu Kobujutsu in der Welt zu verbreiten. Letztere gr\u00fcndeten daf\u00fcr den Verband Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai<strong> (RBKD)<\/strong>, der sich der Erforschung und Weitergabe des traditionellen okinawanischen Karate und Kobudo widmet.<\/p>\n<blockquote><p><strong><br \/>\nOshiro Shihans einzigartige Forschung und Beziehung zum alten Karate.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_3102\" aria-describedby=\"caption-attachment-3102\" style=\"width: 152px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3102\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/fullsizeoutput_6516-207x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"152\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/fullsizeoutput_6516-207x300.jpeg 207w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/fullsizeoutput_6516.jpeg 610w\" sizes=\"auto, (max-width: 152px) 100vw, 152px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3102\" class=\"wp-caption-text\">Oshiro Toshihiro (9.Dan Shorin Ryu)<\/figcaption><\/figure><\/blockquote>\n<p>Als das Karate in allerlei Facetten sich l\u00e4ngst \u00fcber die ganze Welt ausbreitete, war das Yamanni Ryu aufgrund der quasi famili\u00e4ren Weitergabe der Technik keinen Vereinfachungen unterworfen. Auch in der Entwicklung der Shorin Ryu Karate Linie sind <strong>Sakugawa<\/strong> und <strong>Matsumura\u00a0<\/strong>die bedeutsamsten Akteure. Die Chinen Familie praktizierte Yamanni Ryu Kobudo und ebenfalls Shorin Ryu Karate. Shihan Oshiro hat \u00fcber das Yamanni Ryu R\u00fcckschl\u00fcsse auf die alten Bewegungsmuster des Shorin Ryu Karate gezogen. Er studierte Karate bei Meistern wie Shoshin Nagamine und Masao Shima. Ihm gelang es durch biomechanisches Forschen und intensivste Recherchen, eine mit der Struktur der Karate Kata und den Gegebenheiten eines Kampfes stimmige und unglaublich effektive Bewegungs- und Technikausrichtung zu entwickeln. Er benannte seinen Stil nach Masao Shima in &#8222;Shima Ha Shorin Ryu Karate&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kobudo &#8211; eine Bauernkunst?<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<div class=\"entry-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Art k\u00e4mpferischer Bo-Tanz (Bo-Odori) wurde auch in Teilen der landwirtschaftlich t\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung Okinawas ausge\u00fcbt. Dadurch entstand ein weit verbreitetes Ger\u00fccht, nach dem sich okinawanische Bauern organisiert und ausreichend im Waffenkampf \u00fcbten, um sich sogar gegen Samurai verteidigen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr ein derartiges Training hatte diese hart arbeitende Bev\u00f6lkerungsgruppe jedoch kaum Zeit. Zudem war gutes Training in der Kampfkunst oftmals teuer oder wurde nur innerhalb von Familien, innerhalb des <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5213\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-300x241.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-300x241.jpg 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-768x617.jpg 768w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-1536x1234.jpg 1536w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-2048x1645.jpg 2048w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7417-75x60.jpg 75w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a>Samurai Standes oder nur an ausgew\u00e4hlte Sch\u00fcler weitergegeben. Zum Studium der Kampfkunst hatten idR. nur Angeh\u00f6rige h\u00f6herer Gesellschaftsschichten Geld, Zeit und die notwendigen Beziehungen. Die Weitergabe der unfragmentierten Kampfkunst blieb somit weitgehend innerhalb der Adelsschicht, zu dessen unterer Ebene auch die Samurai geh\u00f6rten. Es liegt auf der Hand, dass sich keine schlagkr\u00e4ftige Bauernarmee ausbilden und organisieren kann, die gegen Samurai standhalten konnte, welche ihr Leben ganz dem Kampf widmeten. Die b\u00e4uerliche Bev\u00f6lkerung pachtete die zu bewirtschaftenden Felder. Einige P\u00e4chter konnten sich als Angeh\u00f6rige der unteren Adelsschicht das Kampfkunsttraining leisten. Vermutlich haben manche Bauern Gelegenheit gehabt, \u00fcber ihre P\u00e4chter mit dem Kobudo in Kontakt zu kommen. Aus diesen Fragmenten eigneten sich manche Bauern dann Techniken zur Verteidigung an und gaben dieses Wissen weiter. Auch das t\u00e4nzerische Bo-Odori d\u00fcrfte sich hieraus entwickelt haben und wurde zu festlichen Veranstaltungen vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Die Hauptwaffen &#8211; Bo und Sai<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Von den bekannten Kobudowaffen trainieren wir intensiv mit dem h\u00f6lzernen Langstock Bo und den aus Eisen\/ Stahl hergestellten Sai. Tonfa nehmen eine Nebenrolle ein. Nunchaku oder Kama werden bei uns nicht gelehrt, da ihr direkter Nutzen f\u00fcr das waffenlose Karate nicht so gro\u00df ist. Der Bo ist die Hauptwaffe des Kobudo und kaum ein okinawischer Meister trainierte fr\u00fcher neben dem Karate nicht auch noch den Umgang mit dem Bo. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/76FBD63E-AAF0-4002-BBDB-F05C1C4DF16A-scaled-e1618778747846.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-5159\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/76FBD63E-AAF0-4002-BBDB-F05C1C4DF16A-231x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"220\" \/><\/a>Bo und Sai sind in ihrer Beschaffenheit den M\u00f6glichkeiten von K\u00f6rper und Gelenken des Lernenden <strong>angepasst<\/strong>, um die sehr flie\u00dfende Bewegungsdynamik verwirklichen zu k\u00f6nnen, die das Yamanni Ryu ausmacht. So kann die eigene K\u00f6rperdynamik und Motorik effektiv trainiert werden und direkt weitere Fortschritte im Karate erm\u00f6glichen. Zur Hauptwaffe des Kobudo auf Okinawa z\u00e4hlte bereits fr\u00fch der Langstock (ca 183cm) <strong>&#8222;Bo&#8220;, <\/strong>welcher dem Speer oder der Naginata entspringt. Die anderen Waffen, wie Kama, Nunchaku, Tonfa (Tuifa) usw., spielten eine untergeordnete Rolle. Dies sieht man auch daran, dass traditionelle Kata nur f\u00fcr den Bo vorhanden sind. Diese Kata gehen dann auch bis auf Meister <strong>Kanga \u00bbTode\u00ab Sakugawa <\/strong>(ca 1730-1815) zur\u00fcck (z.B. Sakugawa no kun). Die Kata der anderen Kobudowaffen sind vergleichsweise j\u00fcngerem Datums. Diese Erkenntnis bekr\u00e4ftigt die Bedeutung, die speziell dem Bo zugemessen wurde. <strong>Sai<\/strong> wurden bereits fr\u00fch in China als Waffe eingesetzt und kamen vermutlich aufgrund der fr\u00fchen Handelsbeziehungen beider L\u00e4nder nach Okinawa. Eine These zu den Urspr\u00fcngen des Karate und Kobudo auf Okinawa geht von einer \u00dcbersiedlung einiger chinesischer Familien aus, welche dann ihrerseits bedeutende Impulse auf die bestehende, einheimische Kampfkunst lieferten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Durch das sehr eng am K\u00f6rper stattfindende <strong>Handling der Kobudowaffen<\/strong> wird der eigene K\u00f6rper gesch\u00fctzt und der ben\u00f6tigte, seitliche Bewegungsradius klein gehalten. Die Regel des Yamanni Ryu, dass der eigene K\u00f6rper dem Bo auf seinen engen Bahnen nie im Weg stehen darf, erfordert die Entwicklung eines sehr geschmeidigen K\u00f6rpers. Ein Mittel um den K\u00f6rper an solch ein Handling zu gew\u00f6hnen, ist das Training nahe an einer Wand. Dies gilt f\u00fcr das Kobudo und das Karate gleicherma\u00dfen. Wie tiefgreifend sich dieser Grundsatz auf die K\u00f6rpermotorik auswirkt, erkennt man schnell, wenn man mit dem \u00dcben beginnt. Der starre Bo wird sich mit der Zeit jedoch mehr und mehr leicht und flexibel anf\u00fchlen. Seine Bewegung wird im Idealfall, ohne ausschweifende Armbewegungen benutzen zu m\u00fcssen, \u00e4u\u00dferst dynamisch durch den eigenen K\u00f6rperkern angetrieben. Diese Dynamik ist typisch f\u00fcr das Yamanni-Ryu und ben\u00f6tigt intensives Training.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5180\" aria-describedby=\"caption-attachment-5180\" style=\"width: 187px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5180\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-215x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"187\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-215x300.jpeg 215w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-1792x2500.jpeg 1792w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-768x1072.jpeg 768w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-1101x1536.jpeg 1101w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-1468x2048.jpeg 1468w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-43x60.jpeg 43w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/D70929BF-339E-44CE-99BA-8D994B17BFE1-scaled.jpeg 1835w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5180\" class=\"wp-caption-text\">Die Wand gibt nicht nach, der K\u00f6rper muss es lernen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hartes Holz gab es auf Okinawa zur Gen\u00fcge, Stahl war schwierig zu beschaffen. Die im Yamanni-Ryu verwendeten Bo sind unkonisch (haben also einen gleichbleibenden Durchmesser), denn es hei\u00dft &#8222;<strong><em>der Bo so<\/em><em>ll zwischen den H\u00e4nden leben&#8220;<\/em><\/strong>. Konische Bo werden dagegen in den meisten Stilen immer gedrittelt gehalten. Welches Ende des Bo l\u00e4nger und welches k\u00fcrzer gehalten wird, wird im Yamanni-Ryu je nach den Erfordernissen der Situation fliessend ver\u00e4ndert. Der Bo wird nicht permanent in drei gleichlange Teile gedrittelt. Durch das fliessende Handling des Bo kann dieser in Schlag-, Sto\u00df- und Stichtechnik wie ein Schwert, eine Hellebarde oder ein Speer eingesetzt werden. Mit einer aufgesteckten Klinge lassen sich die Schnitttechniken des Kobujutsu veranschaulichen. Ohne Klinge taugen die Techniken jedoch ebenfalls noch f\u00fcr den Kampf. Ein weiteres Prinzip des Yamanni Ryu besteht dain, dass kein Schlag in einer Art eingerasteten Endphase endet. Der Bo wird sofort wieder einsatzbereit f\u00fcr eine Folgetechnik zur\u00fcckgezogen oder weiter zur n\u00e4chsten Technik gef\u00fchrt. Blockt der Gegner einen Schlag erfolgreich, ergeben sich flie\u00dfend neue M\u00f6glichkeiten den Angriff fortzuf\u00fchren ohne selbst eine \u00d6ffnung zu bieten. Durch den Umgang mit dem Bo wird nicht nur die Entwicklung einer besonders flinken und weichen Beinarbeit unterst\u00fctzt, auch die Faustf\u00fchrung bei Karatetechniken wird positiv beeinflu\u00dft. Ein sehr flexibler K\u00f6rper entwickelt sich, wenn man den starren Bo zu beherrschen lernt.\u00a0 Durch das Waffentraining wurde zusammen mit dem kampfkunsttechnischen Aspekt einhergehend eine Art <strong>\u201cGer\u00e4tetraining\u201d<\/strong> f\u00fcr die Ausbildung und Kr\u00e4ftigung der Muskeln und Gelenke geschaffen. Auch die <strong>Greifmuskulatur<\/strong> oder \u00bbFingerkraft\u00ab wird gest\u00e4rkt.<a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5176 alignright\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-300x225.jpeg 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-768x576.jpeg 768w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-2048x1537.jpeg 2048w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1E93D6EA-5084-4385-ABDD-15E4BA272096-80x60.jpeg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Yamanni Ryu verwendete <strong>Sai<\/strong> sind nicht so massiv wie in anderen Kobudostilen \u00fcblich. Massive Sai, wie sie heute als Standardausf\u00fchrung in den Kampfsportgesch\u00e4ften erh\u00e4ltlich sind, wurden fr\u00fcher vermutlich eher f\u00fcr das sogenannte <strong>\u00bbHoju-Undo\u00ab (Krafttrainig)<\/strong> verwendet, jedoch nicht f\u00fcr das Kampftraining. Im Kampf sollten sie leicht zu verbergen und blitzschnell einzusetzen sein. Diese Art von Sai ist also eher leicht und schlank gehalten, was einen sehr dynamischen und flexiblen Umgang erlaubt, ohne dem eigenen K\u00f6rper durch \u00dcberbelastung der Gelenke zu schaden. So kann man durch Saitraining kr\u00e4ftige und flexible Handgelenke und Arme entwickeln. Die Flexibitlit\u00e4t und die daraus nutzbare Kraft der Handgelenke und Unterarme wird verst\u00e4rkt. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/C81B4D6F-CF3D-413F-8322-618AB2706BC3.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6309 alignleft\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/C81B4D6F-CF3D-413F-8322-618AB2706BC3-300x208.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/C81B4D6F-CF3D-413F-8322-618AB2706BC3-300x208.jpeg 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/C81B4D6F-CF3D-413F-8322-618AB2706BC3-87x60.jpeg 87w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/C81B4D6F-CF3D-413F-8322-618AB2706BC3.jpeg 520w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Saitraining wirkt sich somit positiv auf die Effektivit\u00e4t von Schlag- und Blocktechniken des Karate aus. So k\u00f6nnen auch bei kurzen Wegen der Arme effektive Techniken erfolgen. Eine \u00dcberreizung von Gelenken und Muskeln tritt beim Umgang mit diesen Sai somit trotz dynamischer Bewegungsart nicht auf. Die Techniken der <strong>Sai Kata<\/strong> zeigen, wie die Sai unsere Arme und F\u00e4uste verst\u00e4rken, sch\u00fctzen oder verl\u00e4ngern k\u00f6nnen. Urspr\u00fcnglich waren Sai teilweise mit spitzen Enden versehen. Der Gro\u00dfteil der Techniken l\u00e4sst sich sowohl als <strong>Schlag-, Block- oder Wurftechnik<\/strong> einsetzen. Durch Wurftechniken kann der Gegner bereits aus sicherer Entfernung verletzt oder abgeschreckt werden. Fast jede Saitechnik kann als Wurftechnik ausgef\u00fchrt werden. Besonders, wenn sich ein bewaffneter Gegner n\u00e4herte, war sicherlich jede Chance willkommen, den Kampf fr\u00fchzeitig entscheiden zu k\u00f6nnen. Daher r\u00fchrt auch der Brauch, drei Sai mit sich zu tragen. So hatte man auch nach einem Wurf noch f\u00fcr jede Hand eine Sai.<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kobudo und Karate,\u00a0 engste Verwandte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das <strong>Hiki Te<\/strong> beschreibt die in der Karate Grundschule, den Kata und bei vielen Partner\u00fcbungen zur H\u00fcfte zur\u00fcckgezogene Faust, w\u00e4hrend der andere Arm eine Technik ausf\u00fchrt. Oft wird diese Bewegung als f\u00fcr die Schlagkraft notwendig oder f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig erkl\u00e4rt. Dies geschieht aus mangelndem Hintergrundwissen. Die vorschnellende Faust sollte auch ohne R\u00fcckzugbewegung schlagkr\u00e4ftig eingesetzt werden k\u00f6nnen, auch unabh\u00e4ngig von der Entfernung zum Ziel. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.25.08.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-5032\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.25.08-300x215.png\" alt=\"\" width=\"258\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.25.08-300x215.png 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.25.08-84x60.png 84w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.25.08.png 414w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a>Um dem Hiki Te auf die Spur zu kommen, muss man bedenken, dass wir dem Gegner nicht zeigen wollen, wann und womit wir unseren Angriff beginnen. Daher k\u00f6nnen wir nicht zuvor eine boxerartige Armhaltung wie in einem Wettkampf einnehmen. Gerade ein wettkampfartiger Schlagabtausch ist in einer Notsituation zu vermeiden. Das Einnehmen einer boxerartigen Haltung, w\u00fcrde dem Gegner verraten, dass wir zu Gegenwehr und Angriff bereit sind. Somit verlieren wir den in der Selbstverteidigung wesentlichen <strong>\u00dcberraschungsmoment<\/strong>. Wir m\u00fcssen also in der Lage sein, aus jeder Armhaltung, z.B. eben mit herunterh\u00e4ngenden Armen direkt den Fauststo\u00df f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Diese wichtige Bewegung startet dann mit der Faust nahe der eigenen H\u00fcfte und erkl\u00e4rt den Start vieler Techniken, die im Karate von der H\u00fcftregion ausgehen. Haben wir eine Waffe im G\u00fcrtel stecken (z.B. Sai oder Kubotan), dann m\u00fcssen wir ebenfalls von der H\u00fcfte ausgehend, die Waffe ziehen und direkt einsetzen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die eine Hand zur Waffe greift, f\u00fchrt die andere, leere Hand derweil bereits eine Technik aus. F\u00fcr die Anwendung der Techniken einer Kata stellt die Hiki Te Hand einen <strong>Platzhalter<\/strong> dar, der alle m\u00f6glichen, situationsbedingten Rollen einnehmen kann. Somit ist die Hiki Te Hand f\u00fcr den flexiblen Einsatz und der Unterst\u00fctzung des Technikprinzips zust\u00e4ndig. In einer Anwendung leitet sie den Angriff ab, in einer anderen hilft sie bei Hebel, Kontrolle, Zug oder Wurf.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<figure id=\"attachment_5026\" aria-describedby=\"caption-attachment-5026\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5026\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15-300x168.png\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15-300x168.png 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15-330x186.png 330w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15-107x60.png 107w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-14.15.15.png 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5026\" class=\"wp-caption-text\">Hiki Te als Griff zur Waffe<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Hiki Te im Kobudo. <\/strong>Das Bewegungsmuster eines Karate Fauststo\u00dfes entspricht dem eines fortgeschrittenen Bo Schlages\/ Stichs im Yamanni-Ryu. Die Zusammengeh\u00f6rigkeit des Karate mit dem Kobudo wird jedoch nicht nur hier besonders offensichtlich. Hiki Te ist das grundlegendste Prinzip im Bo Handling \u00fcberhaupt. Wenn Menschen schlagen (ob mit oder ohne Bo), achten sie meist zu sehr auf den vorgehenden Arm. Dadurch spannen automatisch bremsende Muskeln zeitgleich mit den beschleunigenden Muskeln an. Die beschleunigenden Muskeln arbeiten somit gegen den Widerstand der bremsenden Muskeln. Eine mehr oder weniger geschobene Technik, die ihre Beschleunigung erst \u00fcber die Zeit ihres Weges aufbaut, ist die Folge. Beim Beispiel des Zuki arbeiten die Strecker gegen die Beuger. Sehr wichtig ist eine <strong>pl\u00f6tzliche Beschleunigung<\/strong>. Bei Bo oder Sai Techniken erkennt man am Ger\u00e4usch der Waffe durch die Luft und am Zeitpunkt des Einsetzens des Ger\u00e4usches, wie gut oder schlecht die Beschleunigung der Technik ausgebildet ist. Der Zeitpunkt, wann das Ger\u00e4usch einsetzt, verr\u00e4t wie pl\u00f6tzlich die Beschleunigung stattfindet. Optimaler Weise beginnt das Ger\u00e4usch mit dem Beginn der Technik und nicht erst nachdem sich die notwendige Beschleunigung aufgebaut hat (z.B. auf dem halben Weg zum Ziel). Ohne richtig ausgef\u00fchrtes Hiki Te mitsamt der zugeh\u00f6rigen K\u00f6rperarbeit, ist keine pl\u00f6tzliche Beschleunigung des Eiche-Bo m\u00f6glich. Manche verwenden sehr leichte H\u00f6lzer f\u00fcr ihren Bo. Dies f\u00fchrt jedoch dazu, dass sich der Bo viel zu leicht bewegen l\u00e4sst, was einer gut entwickelte Motorik nicht f\u00f6rderlich ist. Das Training der Waffen f\u00f6rdert das k\u00f6rperliche und geistige Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das waffenlose Karate. Karate und Kobudo bilden auf diese Weise eine symbiotische Einheit. Von vielen der um 1920 aktiven Karatemeister wei\u00df man, dass diese ebenfalls den Umgang mit dem Langstock (Bo) trainiert haben. Die symbiotische Einheit des Karate und Kobudo ist eines der markantesten und wesentlichsten Merkmale der okinawanischen Kampfkunst. <strong>Hierzu geh\u00f6rt eine bemerkenstwerte Idee, welche \u00fcber das Kobudo den K\u00f6rper f\u00fcr die Anwednungen der Karatetechniken st\u00e4rkt..<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p>In die Kata eingebettetes Bunkai.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Kata des Yamanni Ryu bestehen zum gro\u00dfen Teil aus Bewegungen, die man mit den entsprechenden Waffen, aber ebenso unbewaffnet ausf\u00fchren kann. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6342\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0-226x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0-226x300.jpeg 226w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0-768x1020.jpeg 768w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0-45x60.jpeg 45w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1E600D2E-234C-41BF-A99F-2B470C8658E0.jpeg 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a>Die Motorik ist so aufgebaut, dass Sai oder Bo automatisch auch als &#8222;gegnerische Waffe&#8220; oder &#8222;Gegner&#8220; selbst fungieren. Sie kommen auf uns zu und unser K\u00f6rper muss sich beim Vorgehen entsprechend anpassen, um nicht getroffen zu werden. Ein Beispiel ist die Spitze der zur\u00fcck kommenden Saigabel (Hiki Te) bei Ausf\u00fchrung eines Kashira-Zuki mit Sai im Vorw\u00e4rtsgehen. Die Spitze wird nicht um den K\u00f6rper herum gef\u00fchrt, sondern der K\u00f6rper muss schmal vor bewegt werden. Dies f\u00f6rdert das Bewusstsein f\u00fcr die K\u00f6rperkontrolle hinsichtlich Seichusen und Enbusen auch der waffenlosen Karatekata. Ein flexibler K\u00f6rper soll entwickelt werden, insbesondere eine spezielle F\u00e4higkeit zur Wahrnehmung, Kontrolle, Trennung und getrennten Ansteuerung der K\u00f6rperh\u00e4lften und K\u00f6rperteile. Der K\u00f6rper soll lernen, nur das zu bewegen, was bewegt werden mu\u00df und keine vorzeitigen oder \u00fcberfl\u00fcssigen Bewegungen auszuf\u00fchren. Ein Gegner soll \u00fcberrascht werden, indem man durch keinerlei \u00fcberfl\u00fcssige Bewegungen zeigt, was man tut oder tun will. Die Bewegungen sollen verborgen werden. Dies wiederum sind Fertigkeiten f\u00fcr die Aus\u00fcbung eines effektiven Karate. Manche Techniken sehen den eigenen Bo auch als Gegner an, den man sich hilfsweise als &#8222;l\u00e4nglichen Gegenstand&#8220; vorstellen kann. Auch kann der Bo, den gegnerischen Arm repr\u00e4sentieren. Den Gegner oder dessen Arm gilt es zu werfen oder abrupt zu verhebeln. <a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2171B2CB-EA5A-4E22-885F-FAD4200962FB.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6312\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2171B2CB-EA5A-4E22-885F-FAD4200962FB-209x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2171B2CB-EA5A-4E22-885F-FAD4200962FB-209x300.jpeg 209w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2171B2CB-EA5A-4E22-885F-FAD4200962FB-42x60.jpeg 42w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2171B2CB-EA5A-4E22-885F-FAD4200962FB.jpeg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a>W\u00e4hrend man den Trainingspartner bei derart abrupt ausgef\u00fchrten Bewegungen verletzen w\u00fcrde, kann man die Techniken am Bo einfach durchziehen. Es muss keine R\u00fccksicht genommen werden, genauso, wie in der Anwendung in einem gef\u00e4hrlichen Notfall. Dabei wird klar, dass die Kraft, die den Bo bewegt, nicht gr\u00f6\u00dftenteils aus den Armen kommen sollte. Arbeitet man mit dem eigenen K\u00f6rper und dessen Gelenken nicht pr\u00e4zise, dann bewegt sich auch der Bo eher st\u00f6rrisch und nicht &#8222;schneidend&#8220; durch die Luft. Man einen Gegner nicht einfach aus der eigenen Armkraft heraus werfen. Auch im Karate will man daher m\u00f6glichst viel Kraft aus der gesamten K\u00f6rpermotorik sch\u00f6pfen und nicht lediglich aus den Armen. Oftmals sieht man, dass Techniken haupts\u00e4chlich aus den Armen heraus ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote><p><strong>Das Schwert.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_3474\" aria-describedby=\"caption-attachment-3474\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_9939.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3474 size-medium\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_9939-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_9939-300x169.png 300w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_9939-624x351.png 624w, https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_9939.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3474\" class=\"wp-caption-text\">Battojutsu Training mit Hamamoto Sensei auf Okinawa (siehe Kapitel &#8222;Schwert&#8220;)<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr die Shorin Ryu Linie des Karate spielt der Umgang mit dem\u00a0 Schwert eine wesentliche Rolle und anhand des Sai- und Bohandlings werden die Parallelen deutlich sichtbar. Analog zur Schwerthaltung, wird der Bo fast nie in drei gleich lange Partien separiert (wie in anderen Kobudostilen \u00fcblich), sondern &#8222;lebt&#8220; in seiner L\u00e4nge zwischen den H\u00e4nden. In der Regel wird das vordere Ende m\u00f6glichst lang gemacht, wenn es vor in den Angriff geschickt wird. So kann man den eigenen K\u00f6rper, die eigenen Vitalpunkte) weiter weg vom Kampfgeschehen halten und erh\u00e4lt eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite. Wie lang das vordere oder hintere Ende wird, ist variabel flie\u00dfend und l\u00e4\u00dft so vom Gegner schlechter einzusch\u00e4tzende Techniken zu.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4726\" aria-describedby=\"caption-attachment-4726\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/circle-and-line-e1599062003555.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4726 size-medium\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/circle-and-line-e1599061992961-300x297.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"297\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4726\" class=\"wp-caption-text\">Analogie der Bewegungen und einen Kreis durch eine Gerade ziehen (siehe Kapitel &#8222;Prinzipien&#8220;)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zwar findet auch im Shorin Ryu Karate eine Abh\u00e4rtung des K\u00f6rpers statt, jedoch liegt der Schwerpunkt auf das Verbergen der eigenen Schwachstellen in der Bewegung und auf der Ausbildung einer ausserordentlich geschickten Beweglichkeit. Ist der Gegner mit einem scharfen Gegenstand bewaffnet, n\u00fctzt ein abgeh\u00e4rteter K\u00f6rper nichts. Hier hilft es, die besonders empfindlichen K\u00f6rperpartien in Angriff und Verteidigung verborgen bzw. gesch\u00fctzt halten zu k\u00f6nnen sowie den eigenen K\u00f6rper flink und fl\u00fcssig bewegen zu k\u00f6nnen. Das Shorin Ryu Karate ist die Richtung des okinawischen Karate, welche von einem m\u00f6glicherweise bewaffneten Gegner ausgeht und daher grossen Wert auf K\u00f6rperdynamik und den Kampf schnell beendende Taktiken und Techniken legt. Wer sich f\u00fcr Iaido Unterricht bei der HTBU interessiert, ist <span style=\"color: #999999;\"><a style=\"color: #999999;\" href=\"http:\/\/www.iaido-nord.de\">hier<\/a><\/span> richtig.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4727\" aria-describedby=\"caption-attachment-4727\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/line-and-circle-1-e1599062212331.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4727\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/line-and-circle-1-e1599062200161-300x281.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"281\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4727\" class=\"wp-caption-text\">Analogie der Bewegungen und einen Kreis durch eine Gerade ziehen (siehe Kapitel &#8222;Prinzipien&#8220;)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Tonfa-Training.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Weitere Kobudowaffen k\u00f6nnen trainiert werden, haben jedoch keinen vergleichbar symbiotischen Einfluss auf das Karate, wie Bo oder Sai. Unser Fokus liegt daher im Kobudo auf Bo und Sai, deren ausgefeilte Bewegungsmotorik und Kata reichlich Stoff bieten, will man sie gut beherrschen lernen. Neben dem Einsatz als Waffe, kr\u00e4ftigt das Training mit dem Tonfa die Handgelenke f\u00fcr den Einsatz der H\u00e4nde als Schlag (Zuki und Uraken) oder Umlenktechnik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5196\" aria-describedby=\"caption-attachment-5196\" style=\"width: 249px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7406-scaled-e1618779307822.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5196\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7406-300x236.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"196\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5196\" class=\"wp-caption-text\">Shikina no Tunfa Kata<\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7405-scaled-e1618779336287.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5195 alignleft\" src=\"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/IMG_7405-300x228.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"190\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;One day at a martial arts demonstration there was a bo routine performed similar to what I was practicing. I heard kendo students criticising the bo style, saying that it was too stiff, too ineffective, and I agreed with them. Considering how wide-spread bo is in our culture I figured that there must be some &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3252,"parent":836,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-11","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6678,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions\/6678"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/836"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/karate-nord.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}