Okinawas Karate und Kobudo als Einheit

Willkommen auf der Seite des Oshiro Dojo Hamburg. Bei uns könnt ihr in Hamburg Barmbek die traditionellen Kampfkünste Okinawas (Japan) lernen und von den vielfältigen Vorteilen dieser kämpferischen Bewegungsart profitieren. Anfänger sowie bereits Praktizierende anderer Richtungen sind jederzeit willkommen. Wir vermitteln traditionelles, okinawanisches Karate und Kobudo. Kobudo bedeutet »alter Weg der Waffen« und wird vornehmlich mit einem Langstock (Bo – ca 183cm, unkonisch), den Eisengabeln (Sai) oder den hölzernen Tonfa (Tuifa) praktiziert. Heutzutage ist es leider nicht mehr üblich, Karate und Kobudo als sich ergänzende Einheit zu trainieren. Genau hierauf sind beide Kampfkünste jedoch ursprünglich ausgerichtet worden. Karate (Kara-Te) wird gern mit „Leere Hand“ übersetzt, wobei fälschlicherweise die Bedeutung „nichts in der Hand zu haben“ angenommen wird. Diese Interpretation führt in die Irre. Wie der Schöpfer der entsprechenden Schriftzeichen (Funakoshi Gichin) selbst schreibt, meinte er den anzustrebenden, geistigen Zustand – nämlich den Kopf frei zu machen von störenden Gedanken. Auch Funakoshi trainierte Karate und Kobudo. Entsprechend ausgeführt, kann man insbesondere die Kata des Karate auch als eine Art „bewegte“ Meditation betrachten und lernen, auch in der Bewegung Ruhe (extern aber auch vor den eigenen Gedanken) zu finden. Hier findet ihr mehr Informationen zur Entwicklung des Karate und zum Kobudo.

Bewusst entscheiden. Auf dieser Webseite findet ihr eine Fülle von Informationen zu unserer Basis, jedoch auch zu den mittlerweile verschiedensten Formen des Karate, die sich im 20. Jhdt. entwickelten. Sich eine Orientierung zu verschaffen ist wichtig, da man sich ansonsten evtl. in einer wettkampforientierten Richtung wiederfindet, obwohl man gar nicht am Wettkampf interessiert ist. So trainieren heute viele Praktizierende ein wettkampforientiertes Karate, ohne es zu wissen, nehmen aber nie an Wettkämpfen teil. Die Technik- und Dynamikauslegungen und die Schwerpunkte des traditionellen und des wettkampfgeprägtem Karate haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Daher macht es einen großen Unterschied, welche Richtung man trainiert. Diese Unterschiede gehen so weit, daß die gemeinsamen Wurzeln teils kaum mehr zu erkennen sind. Es ist auch möglich, sich bei uns nur für Karate- oder nur für Kobudotraining zu entscheiden. Empfehlenswert ist es jedoch die Kombination beider Richtungen zu wählen. Dies entspricht der ursprünglichen Ausrichtung dieser Kampfkunst.

 

Unser Ansatz, die Wurzeln. Insbesondere wird auf dieser Seite natürlich unser Ansatz erklärt, der uns als nicht wettkampforientierte Richtung an die Wurzeln des Karate und Kobudo als Bewegungs- und Selbstverteidigungskunst führt. Darüber findet ihr hier detailiertere Informationen. Um dieses Wissen zu erlangen, reisen wir selbst bis nach Okinawa (Bericht 2017) und laden unseren Lehrer, Shihan Toshihiro Oshiro (9. Dan), oft nach Deutschland ein. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Oshiro-Dojos im Norden Deutschlands (Hamburg, Stade, Lüneburg), deren Lehrer/ -innen ihren Weg einst im Oshiro Dojo Hamburg begannen. Weitere Oshiro Dojos sind über ganz Deutschland (rbkd-germany.de) verteilt. Die Fotogalerie gibt einen Eindruck in unsere Aktivitäten.

Karate und Kobudo sind Kampfkünste, deren Entwicklung auf der japanischen Insel Okinawa stattfand. Die Kampfkünste wurden bis ins 20. Jh. hinein nicht öffentlich unterrichtet. Öffentlich wurde das Karate erstmals um 1905 unterrichtet. Aufgrund seines positiven Einflusses auf die Gesundheit und Fitness, fand dieser Unterricht an okinawanischen Schulen statt.

Den Schulkindern wurde eine entschärfte Version des Karate gelehrt. Dieses umfasste die 5 Kata der Pinan Reihe (Heian Shodan bis Godan im modernen Karate). Um die Pinan Kata Serie zu erschaffen, bediente man sich Techniksequenzen der fortgeschrittenen Kata. Japanischen Militärärzten stach bald die überdurchschnittlich gute körperliche Konstitution Karatepraktizierender Okinawas ins Auge. So kam da Karate auch auf der Hauptinsel Japan ins Gespräch. Langsam wurde es auch für Erwachsene einfacher, Lehrer zu finden, die das Karate weitergaben. Ab ca. 1922 verbreitete sich das Karate durch Funakoshi Gichin und kurz darauf auch durch Mabuni Kenwa  auf der Hauptinsel Japans und von dort über die ganze Welt.

Die Karategruppen wurden ab ca 1922 stetig größer, die wachsende Lehrerzahl brachte immer vielfältigere Eigeninterpretationen oder Vereinfachungen der ursprünglichen Kunst und damit eine Verwässerung hervor.

Funakoshi Gichin

Funakoshi Gichin, auch „Vater des modernen Karate“ genannt, versuchte die beiden Richtungen des okinawansichen Karate zu einer Richtung umzugestalten. Der um 1950 beginnende Wettkampfeinfluss  erschuf schließlich gänzlich neue, ebenfalls spannende Richtungen des Karate. Er veränderte jedoch die alten Schwerpunkte und die Techniken und die Kampfkunst wurde zum Kampfsport, später kam auch eine Art Musik-Gymnastikrichtung hinzu. Mehr Informationen zu den Vätern des modernen Karate und dessen weitere Entwicklung findet ihr hier.

 

Unser Problem mit dem Modernen. Die einstige Kunst wurde teilweise so stark verändert, dass wesentliche (Bewegungs-)Prinzipien zusammen mit dem Wissen um die Formen (Kata) und Techniken verschwanden. Unklar wurde für die, die es wissen wollten, was ursprünglich, vereinfacht, abgekürzt oder dem Wettkampf angepasst war.
Viele Ausübende, Schüler wie Lehrer, waren auf eigene Interpretationen angewiesen, wollten sie praktikable Hintergründe in die Techniken einfließen lassen. Viele Hintergründe zu Technik und Prinzip des Karate sind jedoch so gut vergraben, das sie kaum noch aufzuspüren sind und unterrichtet werden.

Lehrgang mit R. Romero in Hamburg

Dennoch schimmern die alten Prinzipien auch in den moderneren Kata und Grundtechniken noch durch. Diese Problematik des modernen Karate führte uns auf die Suche, nach einem Lehrer, der uns begeistern kann, mit seinem Wissen und seinen Erklärungen auch wenn dies nach ca 25 Jahren des Praktizierens modernerer Stile eine Abkehr von eben diesen bedeuten und quasi einem Neuanfang gleichkommen würde. Genau so kam es dann auch – eher zufällig. Nach ca 5 Jahren der Orientierung hin zu den verschiedenen Stilen, welche in Deutschland angeboten werden, stießen wir auf Roberto Romero (5. Dan), Schüler von Shihan Toshishiro Oshiro (9.Dan). An mehr Informationen über unsere Lehrer und uns gelangt ihr hier .

Shihan Toshihiro Oshiro (9. Dan) mit Sai

Die Lehrer um die Oshiro-Dojos in Deutschland haben sich, so wie Shihan Oshiro es selbst bereits jahrzehntelang tut, der Erforschung und Verbreitung der alten und ausgefeilten Technik und Motorik des Shorin-Ryu-Karate verschrieben. Neben dem Shorin-Ryu gibt es im Grunde nur eine zweite, sehr effektive Karatelinie auf Okinawa, sie wird Shorei-Ryu genannt. Aus diesen beiden Richtungen entwickelten sich die vielen heute bekannten Karatestile und -arten. Interessante Interviews mit Shihan Oshiro sind hier.

 

Kampfkunst vs. Kampfsport. Das »alte Karate« orientiert sich nicht am Wettkampf, da dieser sich in geradezu konträrer Weise vom ursprünglichen Gedanken der Kampfkunst unterscheidet. Im Wettkampf gibt es Regeln, Gewichts- und Altersklassen, man muss äußerlich sichtbare Kraft und Dynamik sowie faire oder festgelegte Treffer zeigen, damit Kampfrichter das Geschehen bewerten können oder sich das Auge der Zuschauer erfreut.
Konträr dazu ist die reale Konfrontation zu sehen. Keine Regeln, kein Verzicht auf Waffen, keine festgelegten Gewichts- oder Altersklassen. Es gilt die eigenen Aktionen, die Kraftentwicklung und Dynamik zu verbergen, also innerlich stattfinden zu lassen, sie dennoch in die Technik einzubringen. In der Bewegung muß man die eigenen körperlichen Schwachstellen schützen, egal on man sich defensiv oder offensiv bewegt. Eine reine defensive Bewegung darf es nicht geben, da sie keine Vorteile bringt, auch in jeder defensiven Bewegung muß eine Art Offensive stecken. Es gilt schließlich, die Auseinandersetzung schnell und möglichst sicher zu beenden. Im Gegensatz zum modernen Karate, gibt es daher keine Techniken, die als reine Abwehr eingesetzt werden, um danach erst den Konter zu setzen.

 

Die „Schaltzentrale“ manipulieren, gleichzeitig tiefe Tritttechniken.

Vielseitiger Einsatz der Techniken. Das „alte“ Karate soll in nahezu jeder Situation anwendbar sein, in der Bewegung größt möglichen Selbstschutz bieten und effektive Techniken für nahezu jede Situation antrainieren. Als Kampfkunst umfasst es nicht nur Block-, Schlag- und Tritttechniken für alle Distanzen, sondern auch Wurf-/ Hebel und andere Manipulations- und Befreiungstechniken. Die innere Dynamik setzt neben den grossen auch kleinste Gelenke wie Finger- oder Zehengelenke ein. Wenn sich alle Gelenke einig sind, werden auch klein ausgeführte Bewegungen sehr effektiv. Dieses Training bedeutet ein intensives Feintuning des Einsatzes und der Ausrichtung aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Da es nicht auf reiner Muskelkraft basiert, ist es auch für Frauen sehr gut geeignet, um effektive Bewegungen und Techniken ausführen zu können. Zudem ist die Kampfkunst ein Weg, Körper und Geist auch im modernen Leben ausgeglichen, fit und gesammelt zu halten.

Den Körper verändern. Wesentliches Ziel des Trainings ist es, einen Körper und ein Körpergefühl zu entwickeln, welche jederzeit zu effizienten Handlungen befähigen. Mehr dazu hier. Der Einsatz von Techniken der Kampfkunst sollte jederzeit (laufend, stehend, sitzend, liegend) und auf jedem Untergrund möglich sein und nicht bestimmte Stände oder einen besonders muskulären oder aufgewärmten Körper voraussetzen. So dürfen wir nicht nur barfuß in Turnhallen trainieren, sondern müssen auch mit verschiedenstem Schuhwerk besattelt im Freien trainieren.

 

Karate und Kobudo sind eins. Sehr viele Techniken, Prinzipien sowie die Motorik des Karate entstammen den bewaffneten Kampfkünsten. Das Training von Bo und Sai stärkt Muskeln und Gelenke, fördert die Flexibilität und optimiert gleichzeitig das Vermögen, die Karatetechniken und deren vielfältige Anwendungen als Schlag, Stoß, Hebel oder Wurf wirksam einsetzen zu können. Das Training der Waffen unterstützt also gleichsam einer Art Gerätetraining die Anwendung der Karatetechniken. Eine raffiniert ausgetüfftelte Symbiose wurde geschaffen, die aber leider so nicht in den weltweit am verbreitetsten Karatearten fortgeführt wurde. Karateprinzipien richtig eingesetzt, wirken automatisch gegen Hebel oder Greifversuche des Gegners, der eigene Körper wird schwer zu hebeln oder zu werfen.

Kobudotechniken in Karate Kata. Karate wird zwar unbewaffnet ausgeführt, ist traditionell jedoch mit dem Kobudo verknüpft. Aus diesem Grunde kommen auch in den waffenlosen Karateformen (Kata) und selbst in den grundlegensten Karateprinzipien Techniken des Kobudo vor. Der Bo war die favorisierte Trainings»waffe« der Meister, die auch dem Shorin-Ryu Karate einst die Form gegeben haben. Der geschickte Umgang mit dem starren Bo erfordert einen flexiblen Körper, ebenso wie das Shorin-Ryu Karate. Die dem Karate zugrunde liegenden Bewegungen sind sehr universell einsetzbar. Insbesondere sind sie auf das Kobudo abgestimmt und ohne wesentliche Änderungen übertragbar. Diese Kombination spiegelt die okinawische Kampfkunst wieder, deren einer Teil (Karate) mittlerweile in der ganzen Welt bekannt ist. Die Abspaltung des Karate vom Kobudo ergab sich erst in der Moderne ab ca 1920.

Karate und Kobudo als Einheit trainiert, ergänzen sich erst zu diesem faszinierenden Weg der Körper- und Kampfkunst, welcher bis ins hohe Alter gegangen werden kann. Die Waffen ermöglichen ein fundiertes Verständnis der Karatetechniken und entwickeln einen flexiblen und kräftigen Körper. Durch das Training erweitert sich das persönliche Gesundheits- und Verteidigungspotential enorm. Hinter den Techniken und Haltungen verbirgt sich eine ausgeklügelte Bewegungsdynamik. Diese Dynamik findet im Körper statt und spiegelt sich nach aussen wieder, gibt Haltung und Kata das Aussehen.

 

„Wanshu“ – Die alten Kata enthalten Wurftechniken

Kata – Bücher der Gesten. In alter Zeit verzichtete man aus verschiedenen Gründen auf das Niederschreiben von Techniken und Prinzipien. Man bediente sich eines sehr viel praktikableren Modells, welches Praxis und Theorie in perfekter Art und Weise verbinden kann – die Kata. Es sind nahtlos aneinandergereihte Techniksequenzen, Wendungen und Schrittfolgen. Alles in einer Kata hat nicht nur einen Sinn, sondern gleich mehrere Bedeutungen. Das verlorene Wissen um die Theorie hinter den Kata war einer der großen Verluste, die uns damals nach Jahrzehntes des aktiven Sportkaratebetreibens haben auf die Suche gehen lassen. Sie beinhalten Technik und Strategie des Karate und können mit einer Art Handbuch verglichen werden. In ihnen wurde das alte Wissen gut verpackt, wenig wurde tatsächlich aufgeschrieben. Wissen und Erfahrungen auf praktische Art und Weise in Form von Tänzen oder Choreographien weiter zu geben, ist eine Methode, die wahrscheinlich fast so alt ist, wie die Menschheit selbst. Sie bildet ein bewährtes Mittel, welches teils unterschwellig selbst heute noch in fast allen Kulturen verbeitet ist.
Kata können einen in vielerlei Hinsicht wertvollen Beitrag zu unserem Leben insgesamt leisten, kann man sich doch überall mit ihnen beschäftigen, egal ob drinnen oder draussen, alleine oder in einer Gruppe, mit oder ohne Kobudo-Waffen.

Oberflächlich unterrichtet oder trainiert kann man jedoch nur wenig aus den Kata ziehen, da sie in diesem Fall zu einer mehr oder weniger athletischen Sportübung wird. Die angewandten Bewegungsprinzipien einer Kata sollten nicht sehr von den im freien Kampf benötigten Bewegungsmustern abweichen. Sie sollte leicht und natürlich sein, ohne unnötige Anspannung, sich aber dennoch durch technische Effektivität auszeichnen. Arm- und Beinbewegungen sollten eng mit der Arbeit des Oberkörpers, beispielsweise dessen Ausdehnen und Zusammenziehen verbunden sein und möglichst »verborgen« ausgeführt werden. Dieses Grundprinzip steht im Gegensatz zum modernen Wettkampfkarate, wo gerade Arm- und Beinbewegungen für die bewertenden Kampfrichter gut sichtbar ausgeführt werden müssen. Ein großer Teil der Katabewegungen besteht aus Mitteldistanz- und Nahkampftechniken, deren Anwendungsmöglichkeiten aufgrund der Distanzvergrößerung des modernen Freikampfes, dem »Randori« oder »Kumite« nahzu völlig verloren gingen. So entwickelten sich in wettkampfgeprägten Stilen Kampf und Kata weit auseinander zu eigenständigen Dispziplinen des Wettkampfes und verloren ihre Einheit. Mehr zum Thema Kata ist hier zu finden. Welche Kata wir trainieren, seht ihr hier für das Karate und hier für das Kobudo.

 

Kihon, Kata, Kumite, Bunkai. Neben den Kata gibt es eine Vielzahl von weiteren Trainingsarten. Wohl dosierte Abhärtungsübungen und die kontrollierte Anwendung der Techniken (Bunkai) in Partnerübungen (Kumite) und an Schlagpolstern gehören ebenso zum Training, wie die gezielte Entwicklung der Beweglichkeit von Gelenken sowie der Koordinationsfähigkeit und Muskulatur. Das Training der Kobudowaffen wirkt dabei, wie ein perfekt angepasstes Gerätetraining. Wir lernen unseren Körper besser kennen und Muskelgruppen, Gelenke und Knochen gezielt einzusetzen. Die antrainierten Prinzipien gehen auf positive Weise auch in das alltägliche Körpergefühl über. Mehr Informationen zu den Trainingsgrundlagen sind hier zu finden.

 

Training im Park

Einfach mitmachen, Trainigskalender. Wir trainieren nicht nur in Hallen sondern auch im Freien, um diese positive Erfahrung unseren Schülern von Anfang an nahe zu bringen und sie zu motivieren, diese Praxis in ihr Leben zu integrieren. Denn draussen auf unebenen und unterschiedlichen Bodenarten muss man eine gute Fussarbeit entwickeln, um sich ähnlich fliessend und sicher wie auf Turnhallenboden bewegen zu können.

Kostenloses Probetraining ist jederzeit und ohne Anmeldung möglich. Als Sparte der HTBU in Hamburg-Barmbek können wir das Training zu einem günstigen Mitgliedsbeitrag von ca 17€ monatlich anbieten. Es besteht auch die Möglichkeit, »nur« an den Karate- bzw. Kobudoeinheiten teil zu nehmen, falls euch beides zusammen als zu viel auf einmal erscheint. Ansonsten werden Anfänger zunächst neben dem Karate zunächst nur mit dem Bo beschäftigt. Wenn sie mit dem Bo vetraut werden, geht es an die Sai und noch später auf Wunsch auch an die Tonfa (Tuifa). Klickt hier für den Trainingskalender sowie weitere Informationen über uns.

Bei Fragen, sprecht uns an und nutzt das »Kontaktformular«
Mehr zu Verein, Trainingszeiten und uns hier: »Verein«

In unserer Gruppe lernen wir voneinander und miteinander. Jeder übt im Rahmen seiner körperlichen Fähigkeiten und seiner verfügbaren Trainingszeit. Jeder ist aufgerufen, dem anderen weiter zu helfen. Konkurrenzkampf gibt es nicht, wir wachsen miteinander und unterstützen uns beim Vorwärtskommen. Durch das regelmäßige Training entwickelt sich bald ein natürliches Gefühl, wie man Körper und Technik effektiv einsetzt. Das Training integriert sich spürbar in den Alltag. Im Kobudo genügt zunächst das Training mit dem Langstock »Bo«.
Später kommen auf Wunsch auch noch Sai und Tunfa (Tuifa) dazu.

 

Kampfkunst und Gesundheit. Kampfkunst vereint die Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheit, Alltagsausgleich und Spaß an der kämpferischen Bewegung. Dies geschieht am besten innerhalb einer sympathischen Gruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig fördern.

Angesichts der Ansprüche des modernen Alltags ist die Aneignung und dauerhafte Erhaltung effektiver Kampftechniken, sowie die Ausbildung eines beweglichen, kräftigen und gesunden Körpers von unschätzbarem Wert. Dazu gehören auf die Kampfkunst vorbereitende Aufwärmübungen, die sich teils in erstaunlicher Weise von herkömmlicher Gymnastik unterscheiden. Sie helfen uns dabei, das Zusammenspiel aller Muskelgruppen zu optimieren und festgefahrene Bewegungsmuster zu erkennen und gegebenenfalls neu auszurichten. So können wir unsere innere Körperarbeit und Motorik optimieren, was zu effektiven Techniken führt, welche die Kampfkünste ausmachen. Übungen aus den Breichen Yoga und Qi Gong setzen wir ebenfalls ein.

Muskel-/ Nervenverbindung optimieren

Ganz gleich, ob es nun darum geht, nach einem hektischen Tag wieder runter zu kommen oder um beruflich bedingte, mangelnde körperliche Tätigkeit auszugleichen. Das alte und durchdachte Wissen fernöstlicher Kampfkunst kann zur ganzkörperlichen Gesunderhaltung und der Steigerung des eigenen Potentials hervorragend genutzt werden. Es ist ausserdem bekannt dafür, einen konzentrierten und ausgeglichenen mentalen Zustand zu entwickeln.
Im Alltag sind wir vielen Gelegenheiten ausgesetzt, die uns nachhaltig gedanklich belasten oder ablenken können. Aus der Aggressionsforschung weiß man, dass zur effektiven Ablenkung und Neutralisierung negativer Nachwirkungen von Ereignissen solche Sportarten am besten geeignet sind, die gleichzeitig körperlich und geistig fordern.